Frauen sehen anders als Männer

Eine typische Situation im Supermarkt: Der Mann fragt die Verkaufsangestellte

Entschuldigung, wo finde ich den Ketchup?

Meistens bezieht sich diese Frage auf kleinere Artikel. Aber warum ist das so? Die Hirnforschung besagt, dass die Sexualhormone einen unglaublichen Einfluss auf das Denken, Fühlen, das Formempfinden und die Designwahrnehumng haben. Aber das ist nicht alles. Untersuchungen belegten zudem die Auswirkungen auf die Suchbewegungen der Augen. Anhand des „Eye-Tracking-Verfahrens“ wurde registriert, wohin Kunden blicken und wie lange sie ihre Blicke auf bestimmte Produkte richten. Ergebnis: Frauen betrachten Verkaufsräume und die Regale ganz anders als Männer.

Der Grund dafür ist Testosteron und die damit verbundene stärkere innere Aktivierung. Dadurch haben Männer weniger Lust, sich beim Einkaufen mit „unnötigen“ Details aufzuhalten. D.h. sie überfliegen die Regale nur grob und übersehen somit Kleinigkeiten, die zur Entdeckung eine genauere Betrachtung des Regals erfordern würden. Männer werden nach Georg Häusel als „Large Scale Navigatoren“ oder „visuelle Überflieger“ bezeichnet. (Häusel, 2008, S.131)

Frauen sehen völlig anders als Männer! Sie betrachten Regale mit viel mehr Aufmerksamkeit und legen viel häufiger Blickstopps ein. D.h. sie sehen, im Gegensatz zu den Männern, die Details im Einkaufsregal, entdecken auch die Kleinigkeiten und somit viel mehr Produkte. Was auch die Frage der Männer „Wo finde ich…?“ erklärt.

Unglaublich wozu die Hormone im Stande sind, oder? ;-)

Beispiel: Heat-Map zu einem Einkaufsregal
(Ergebnis des Eye-Tracking-Verfahrens)

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