Fakten Fakten Fakten
Oh ja, wir Frauen sind einfach anders!
Männer haben das schon immer behauptet und die Frauen wollten es auch immer sein. Doch warum sah bzw. nutzte das Marketing das nie? Eine Frage, die momentan stark diskutiert wird. Und vom Neuromarketing zukünftig immer mehr genutzt werden sollte. Denn nur wenn der Konsument verstanden wird, kann man ihn auch nachhaltig erreichen und für sich gewinnen.
Wer es immer noch nicht glauben will, die Hirnforschung belegt es!
Die Gefühls- und Denkprozesse basieren zum einem auf den verschiedenen Gehirnstrukturen (Neuroanatomie) von Männer und Frauen und zudem auf einem Mix verschiedenster Nervenbotenstoffe (Neurochemie). Die strukturellen Unterschiede erklären die Geschlechtsunterschiede nur teilweise. Weitaus wichtiger sind hier die Nervenbotenstoffe und Hormone. Diese haben nämlich Auswirkungen auf die Gehirnstrukturen und können diese sogar dauerhaft verändern.
Das kleine Nervenbotenstoff-/Hormon-Lexikon:
- Östrogen: das „weibliche Hormon“ schlechthin; verantwortlich für Toleranz und Weichheit (sowohl körperlich mit Fettpolstern als auch im Fühlen und Handeln); verstärkt die weibl. Attraktivität auf Männer; Auswirkungen: offene, positive Gefühlslage im Bewusstsein; Bei Mangel: erhöhte Reizbarkeit und depressive Grundstimmung.
- Oxytocin (= Kuschelhormon): wichtige Rolle in der Sexualität; Treiber im Fürsorge-Modul; verstärkt bei Frauen vorhanden; „Vertrauenshormon“; erhöht menschliche Bindungen; Auswirkungen: Zuwendung zu Säuglingen und anderen Menschen.
- Vasopressin (= Treue-Hormon): stärkere Rolle beim Mann, jedoch nur solang die Frau mit Kleinkindaufzucht beschäftigt ist (AHA
); gemeinsam mit Testosteron löst es die „Nestverteidigung“ aus; aktiv, wenn Eifersucht im Spiel ist. - Prolactin: verstärkt bei Frauen; wichtig für Milchproduktion; beruhigt und macht sanft; bei erhähtem Prolactin nimmt Geschlechtstrieb ab (bei Mann und Frau); Stillzeit der Frau –> Wert nimmt bis um das Zehnfache zu.
- PEA (= Liebesmolekül): sorgt für das Verliebtheits-Gefühl; Schmetterlinge im Bauch; Herzklopfen; Euphorie.
Und last but not least auch noch das männliche Sexual- und Dominanzhormon
- Testosteron (= Porsche-Hormon): ist für das „Böse“ im Menschen verantwortlich; wirkt besonders auf linke Gehirnhälfte; es reduziert Verbindungen zw. Nervenzellen auf der linken Gehirnhälfte –> Männer: linke Gehirnhälfte dünner – rechte dafür stärker ausgebildet (Ausgleich) –> andere Denkstruktur als bei Frauen; es treibt an; sorgt beim Mann für eindimensionaleres, vereinfachteres und euphorischeres Denken; konsequente Ausblendung nebensächlicher Aspekte und Vertrauen auf einfache Kausalitäten –> Auswirkungen auf Kaufverhalten: schnellerer Kaufentscheidungsprozess.
Es liegen mittlerweile also vielfältige Erkenntnisse über den Menschen vor. D.h. es stellt sich „nur“ noch die Frage: Wie setzte ich das Wissen über meine Konsumentinnen in eine wirksame und erfogsgekrönte Marketingmaßnahme um?
